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sächsische Informations-Compagnie zu Berlin | Marcus Pauli

Posts Tagged 'Gedichte'

zeit/formen

etwas gestern steckte heute tief im morgen

versteckt offenbarte gestern was morgen offenbar versteckte

heute blieb verborgen blieb gestern

ich sah heute anders als ich gestern sah

heute wurde was morgen gewesen war

am ende würde gestern morgen

 

1 January 2012 at 23:57 - Comments

karger Sommer

Du hast mich schlafen lassen und bist gegangen

Ich habe Dich gehen lassen und bin gestorben

Wir haben uns sterben lassen und sind gegangen

Du hast gelächelt als Du gingst habe ich geschlafen

Du hast geschlafen als Du starbst hast Du gelächelt

Wir sind gestorben als wir schliefen haben wir gelächelt

110904

4 September 2011 at 18:01 - Comments

Badetag

Lange bunte Strudel fließen auf den Abfluss zu - Badetag

Ich sehe wie Schmutz zäh im Abfluss verschwindet

Überalterte Gerüche Schweiß von gestern und der Nacht davor

Blasse Schatten auf meiner Haut sind wasserlöslich

Du hast sie mir gelassen als Du gingst

Ich sehe Dich Dein Gesicht mich es vergeht im Strudel

Nichts von Dir bleibt an mir zurück. Nur ich.

 

110427

28 April 2011 at 09:07 - Comments

Sekundenaffären

Augen Blicke Wortlos Anonym Innig Flammen Blitze Sprühen Funken Blicke Augen 040329

16 April 2011 at 14:56 - Comments

Sonntagmorgen

leise leise leichte Schritte weiches Kissen sanfte Haut

milde milde blaue Augen öffnen leise schließen gleich

strahlend glänzen blonde Haare rote Lippen lächeln müd 040318

27 March 2011 at 09:22 - Comments

Nachtschatten

Die Nacht, stumm, schrie, spie: gebar Dich, Mich als es hell wurde.

Nichts war geschehen wir waren einfach hier ich wusste nicht Du noch weniger ratlos legten wir die Köpfe ineinander.

Wir fanden keinen Halt Du hieltst mich ich hielt uns. fest- umschlungen liefen wir: Du zu mir, ich zu Dir die Köpfe ineinander.

Die Tür stand offen und fiel zu einsam gingen wir nach Hause: Du zu mir, ich zu Dir. 100922

22 March 2011 at 13:56 - Comments

Schrebergartenland

Zaunsfelder starren vor sich hin Dahinter: Verwaiste Gärten in denen alte Männer stehen die Krückstöcke in der Luft und zetern

Alles ist seltsam leer Rabatten voller Kunstblumen Die Bäume kahl nur die alten Männer schimpfen wie eh und je

Die Gärten sind innen hohl manche faulen sogar noch viele sind längst schon tot nur die alten Männer erinnern sich

Die Zaunsfelder sind leer Ratten auf den Rabatten kein Keim steckt in …

17 March 2011 at 22:33 - Comments

ohne titel

halt reist aus.versehen fängt alles auf.genommen hat sie alles von ihm.bleibt nicht viel.mehr noch.wie viel bleibt wenig?er kommt nicht weit.er bleibt stumm.manchmal ist stille.so aufgeregt will er es.nie ruhe.ist nicht zu lieben besser?als er träume hatte,er- zählte er sie nicht.einmal er- fährt sie davon sie geht.nicht ein wort kann etwas ändern 100917

28 September 2010 at 15:53 - Comments

Im Matratzenschein

Im Matratzenschein liebten wir uns Ich hier, Du dort. Dazwischen: eine Lichtung. Wie blutrünstige Schmetterlinge gewitterten wir durch die schwangere Luft Deine Brombeerbrust wellte mir entgegen An einem sonnigen Hügel kam ich plötzlich zum Stehen. Ich hielt inne, Du schautest innig herüber Ja? fragte ich hin Ja! befehltest Du zurück Kein Priester weit und breit – zum Glück! Ich war von Deinen Sinnen Am Ende alles still Nur von …

2 September 2010 at 22:30 - Comments

Ohne besondere Vorkommnisse

ohne

26 August 2010 at 20:00 - Comments